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Einführung in die Biologie

Biologie ist die Wissenschaft des Lebendigen. Sie sammelt und erforscht die allgemeinen Gesetzmäßigkeiten, aber auch die individuellen Besonderheiten aller Lebensformen auf der Erde. Dabei werden einerseits der Aufbau und die Funktionen von Organismen, andererseits auch die Zusammenhänge zwischen den Individuen untersucht. Die Biologie ist damit eine sehr umfassende Wissenschaft, die sich in verschiedene Bereiche teilt.
Zoologie, Botanik und Mikrobiologie decken die grobe Unterteilung der Lebewesen in Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen ab. Andere Fachbereiche haben sich auf die Untersuchung gewisser Funktionen der Lebewesen spezialisiert. Die Physiologie untersucht beispielsweise den Energie- und Stoffhaushalt, während sich die Ökologie auf die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Organismen erforscht.
In den letzten Jahrzehnten kommt es dabei zu zunehmenden Überschneidungen mit anderen Fächern, die sich auch in den Namen Biophysik und Biochemie wiederspiegeln. Auch zur Psychologie und Medizin gibt es vielfältige Berührungspunkte, so dass sich immer mehr Begriffe wie Life Sciences oder Bio- und Lebenswissenschaften etablieren.
Genauso vielfältig wie das Forschungsgebiet sind auch die Methoden der Biologie. Viel Arbeit findet weiterhin im Freiland statt. Beobachten, Messen und Zählen gehört dabei genauso zu den Methoden wie der Einsatz von modernen Kamerasystemen und Satellitenbildern. Zunehmend findet aber biologische Forschung im Labor statt. Wissenschaftliche Durchbrüche wie die Entwicklung der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) oder die fortlaufende Verbesserung der Sequenzierung erlauben wichtige Einblicke in das Herzstück einer jeden Lebensform, die DNA. Die explosionsartig wachsende Menge der Daten in diesem Bereich erfordert auch den zunehmenden Einsatz von Computern sowie von Kenntnissen der Bioinformatik.
Die Evolutionstheorie bildet dabei den großen Rahmen der Biologie. Ob es sich um Erkenntnisse im Bereich der Taxonomie handelt oder ein Sequencer neue Datenreihen eines Moleküls bestimmt, jedes mal muß alles in den Rahmen der Evolutionstheorie integriert werden. Charles Darwin veröffentlichte 1859 sein Meisterwerk `The Origin of Species` und schuf damit den umfassenden Rahmen für die Biologie. In den 1930er Jahren wurde diese dann mit den neuen Erkenntnissen der Vererbungslehre zur Synthetischen Evolutionstheorie zusammengefasst, die bis heute Bestand hat. Die Bedeutung der Evolutionstheorie hat wohl keiner besser zusammengefasst, als der russisch-amerikanische Biologe Dobzhansky:”Nothing in Biology makes sense, except in the light of evolution.”