Show MenuHide Menu

Einführung in die Medizin

Die Medizin beschäftigt sich mit den Erkrankungen des Körpers bei Mensch und Tier, beim Menschen auch mit den Erkrankungen der Psyche. Das Anliegen, Verletzungen und Störungen des Körpers u behandeln ist schon aus den Zeiten der frühen Menschen bekannt. In wissenschaftlichen Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass schon damals Knochenbrüche gerichtet und Wunden versorgt wurden. Das diente nicht zuletzt dem Selbsterhalt der Gruppe, der bei erfolgreicher Behandlung ein wertvolles Mitglied erhalten blieb. Menschen, die gelerntes und selbst erarbeitetes Wissen über Behandlungsmethoden und Mittel wie Heilpflanzen besaßen, hatten in ihrer Lebensgemeinschaft immer hohes Ansehen und einen bedeutsamen Rang.

War das medizinische Wissen lange Zeit in den Händen von Schamanen und Heilen, wurde es spätestens in der Antike zu einer Wissenschaft, die auch schriftlich niedergelegt wurde. Großen Einfluss auf die Medizin, wie wir sie heute kennen, hatten Ärzte aus dem Orient, wo das medizinische Wissen schon systematisch geordnet und sinnvoll eingesetzt wurde. Zu dieser Zeit experimentierten in Europa Ärzte, die oft auch Mönche waren und daher eher dem seelischen Wohn verpflichtet, noch mit obskuren Heilversuchen. Spätestens im Mittelalter durfte die Heilkunst nur noch von Ärzten ausgeführt werden, die oft mit Kräuterwissen und Erfahrung viel effektiver arbeitenden Heiler und weißen Frauen wurden verdrängt und verfolgt. Lediglich im Bereich der Frauenheilkunde gab es noch heilkundige Hebammen, bis auch dieser Bereich von, natürlich männlichen, Ärzten übernommen wurden.

Die moderne Medizin ist sorgfältig in Human- und Veterinärmedizin aufgeteilt. Innerhalb der beiden Gruppen herrscht eine hohe Spezialisierung, die oft erst nach sehr langen Studienzeiten erreicht wird. Zum Wohle der Patienten ist es wichtig, dass alle Spezialisten zusammenarbeiten, damit keine Informationen verloren gehen oder falsch interpretiert werden. In der Regel hat ein Patient immer noch einen Hausarzt, der die Ergebnisse der Spezialisten für ihn interpretieren kann, da die Kommunikation zwischen hochspezialisiertem Arzt und Patient oft mangelhaft und von Missverständnissen geprägt ist. Nur wenn alle zum Wohle des Patienten zusammenarbeiten kann auch im 21. Jahrhundert das Ziel erreicht werden, dass auch schon in der Frühzeit galt: Kranken oder verletzten Menschen ihre Gesundheit zurück zu geben, damit sie weiterhin ein sinnvolles Leben in der Gemeinschaft führen können. Weder bürokratische noch Einsparungserfordernisse sollten der Medizin dabei im Wege stehen.